Hat mein Kind ADHS?

Zeigt Ihr Kind:

  • Schnelle, häufige und unvorhersagbare Handlungswechsel?
  • eine geringe Ausdauer bei Einzel- und Gruppenspielen?
  • Schwierigkeiten sich an Regeln und Grenzen zu halten?
  • gar oppositionell-aggressives Verhalten?
  • Schulprobleme?
  • kaut es auf seinen Fingernägeln?

Wenn Ihr Kind diese Symptome aufweist, dann sind Lehrer, Erzieher und Ärzte vielfach der Meinung, dass es sich um ADHS (Aufmerksamkeits Defizit Hyperaktivitäts Störung) handelt.  Diese These teile ich nur eingeschränkt. Doch dazu später mehr.

Meist erreichen mich verzweifelte Eltern mit dem Wunsch, für ihr Kind ein Coaching in Anspruch nehmen zu wollen, da es ja ADHS habe. Eine Diagnose, die im Kindes- und Jugendalter kaum noch weg zu denken ist. In meiner Arbeit als Heilpraktiker für Psychotherapie habe ich die Erfahrung gemacht, dass Kinder die in ihrem Verhalten nicht der allgemeinen Norm entsprechen, den „Stempel“ ADHS erhalten. Sie gibt den Eltern eine mögliche ERKLÄRUNG für das schwierige Verhalten ihres Kindes. Ein Trend, den ich für besorgniserregend halte.

Hilfreiche Diagnose oder Stigmata?

Was bedeutet solch eine Diagnose für das Kind?
Fakt ist, es muss vor einer vorschnellen Stigmatisierung gewarnt werden. Denn viele Kinder oder Jugendliche haben in der Tat eine ADHS Symptomatik, die frühzeitig erkannt und mit entsprechender Unterstützung sich meistens bis zur Pubertät auswächst. Aber in vielen mir bekannten Fällen wird eine Diagnose zu schnell und ohne jegliches Hintergrundwissen erhoben. Hier wird nicht mehr das Kind mit all seinen Potentialen gesehen, sondern, dass PROBLEM mit all seinen Symptomen und Fassetten.

ADHS oder einfach nur individuell?

Eine fachliche Erhebung der Diagnose ADHS ist ein schwerer Spagat. Die Frage ist: habe ich ein temperamentvolles Kind oder liegt eine Verhaltensauffälligkeiten vor? Liegt es an der genetischen Veranlagung, den Umweltreizen, entwicklungsbedingter Verzögerungen durch einen Kaisersschnitt, oder gar aufgrund erzieherischer Schwierigkeiten die das Kinder zum ADHSler werden lassen? Fakt ist, dass es keine einheitliche Meinung darüber gibt, was die auszulösenden Faktoren für ADHS sind. Es gilt aber als sicher, dass vermutlich eine multifaktorielle Mischung jeder einzelner dieser Aspekte ADHS begünstigen kann, aber nicht muss. Kinder sind einzigartig und genau so individuell sind auch deren Verhaltensweisen, die es zu berücksichtigen gilt.

Eine motorische Unruhe kann ADHS bedeuten, aber auch als Ressource angesehen werden, voller Tatendrang zu sein.

Der Fokus liegt auf Teilleistungsstärke. Darauf baut im Grunde jedes gute Coaching auf.

Was kann ich als Elternteil tun?

In vielen Fällen kontaktieren mich Eltern mit dem Verdacht, ihr Kind leide an ADHS und benötigen fachmännischen Rat und Hilfe. Ergotherapie, Psychotherapie, Logopädie, Lerncoaching oder gar Entspannungstraining; viele Begriffe, die Ihren Ansatz darin begründen, Ressourcen zu aktivieren und Stabilität ins Alltagsleben des Kindes zu geben. Wichtig ist, das die Familie in diesen Prozess miteinbezogen wird. Dies ist der Ansatz an dem ich mich orientiere.

Ich arbeite nicht nur mit Ihrem Kind, sondern auch mit Ihnen und Ihrer Erfahrung als Familie zusammen. Ich beziehe Sie also in den Coachingprozess mit ein. Gemeinsam entwickeln wir das individuelle Know How, um mit der belastenden Situation umzugehen. Nur so ist ihr Kind in der Lage, ein gesundes Mass an Autonomie und Vertrauen in das System Familie zu entwickeln. Und darauf kommt es an, Vertrauen in die eigenen Stärken.

Wenn Sie Hilfe benötigen, nehmen Sie bitte mit mir Kontakt auf, gemeinsam finden wir eine Möglichkeit, ihrem Kind und ihrer Familie zu helfen.

Sehen Sie dazu einen Film vom bekannten Gehirnforscher Gerald Hüther.

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