Verhaltensauffälligkeiten

Große Ängste bei Eltern

Verhaltensauffällige Kinder stellen die schwierigste Herausforderung für ein gemeinsames Leben mit der Familie dar. Die Kinder verhalten sich nicht erst seit der Pubertät eigendartig sonderbar und irgendwie passt das scheinbar neue Verhalten so gar nicht zu der eigentlichen Persönlichkeit des Kindes. Dabei war es doch als Kind so friedlich und familiär ist doch alles ok. So oder so ähnlich wenden sich häufig verzweifelte Eltern an mich, deren familäres Zusammenleben durch Verhaltensauffälligkeiten des Kindes gestört seien. Zu den häufigsten Themen für Eltern und deren Familien gehören u.a. aggressives und oppositionelles Verhalten, Nägelkauen, Schulverweigerung, zurückbezogenheit, Versagengsängste, gestörte Mutter Kindbeziehung sowie ADHS.

Was sind Verhaltensauffälligkeiten?

Als Verhaltensauffälligkeiten bezeichnet man beim Kind wiederkehrende Verhaltensweisen die sich erheblich von dem unterscheiden wie sie sich bei anderen Kindern im gleichen Alter äußern. Die Frage nach Verhaltensauffälligkeiten ist eine der meißtgestellten Fragen bei Eltern und Angehörigen. Jedoch wird in meinen Augen der Begriff Verhaltensauffälligkeiten viel zu schnell und unüberlegt geäußert. Für alle Verhaltensauffälligkeiten gilt jedoch, dass sich betroffene Kinder damit selbst in ihrer Entwicklung beeinträchtigen oder ihre Verhaltensweisen zu umfangreichen Konflikten mit ihrer Umwelt führen.

Nur weil ein Kind sich mit seiner Entwicklung noch etwas Zeit lässt, muss es nicht gleich unbedingt eine Verhaltensauffälligkeit haben.

Zeigt mein Kind Verhaltensauffälligkeiten?

Besonders Eltern, Erzieher und Lehrer wirken in der heutigen Zeit schnell überfordert und verunsichert. Die Erwartungshaltung mit denen unsere Kinder konfrontiert werden, setzt voraus, funktionieren zu müssen. In der Krippe wird Babyzeichensprache erlernt, im Kindergarten bereits Billinguale Erziehung und innerhalb der Familie bleibt dem Kind immer weniger Zeit sich selbst zu verwirklichen und seine Potentiale zu erkunden.

Ob Ihr Kind Verhaltensauffälligkeiten zeigt oder nicht, hängt von einer Vielzahl von wichtigen Komponenten ab die es zu Berücksichtigen gilt. Denn erst bestimmte Einflüsse tragen dazu bei, dass sich bestimmte Verhaltensauffälligkeiten herausbilden. Der Mensch ist ein Wesen bestehend aus Körper, Seele und Geist. Das bedeutet, dass auf der Suche nach den Ursachen von „Verhaltensauffälligkeiten“ immer multifaktoriell gedacht werden sollte. Das bedeuten unter Berücksichtigung von somatischen, emotionalen und psychischen Faktoren. Kinder leben Kontextgebunden, dass bedeutet in verschiedenen Systemen, aus diesem Grund ist es wichtig die einzelnen Systeme in denen das Kind aufwächst zu berücksichtigen. Diese können u.a. die FamilieKindergarten und Schule sein.

Warum verhält sich mein Kind so eigenartig?

Befindet sich ein Kind beispielsweise in der Analen Entwicklungsphase (2-3 Lebensjahr) dann sind Trotzreaktionen gar nicht so ungewöhnlich. Reagiert es aber mit dauerhaften Daumenlutschen, Nägelkauen, Haare ausreißen, Zufügen von Schnittwunden oder sonstigen Verletzungen, dann zeigt dieses Verhalten des Kindes eine ganz bestimmte Funktion. Es soll ihnen helfen, die eigenen Probleme zu lösen, ihre Ängste zu verringern, Aufmerksamkeit und Zuwendung sicherzustellen oder unangenehme Gefühle zu verdrängen.

Folgende Situationen können Verhaltensauffälligkeiten auslösen:

  • ohnehin schwierige Entwicklungsphasen
  • Schuleintritt
  • beginnende Pubertät
  • Geburt eines Geschwisterkindes,
  • Trennung der Eltern
  • Erkrankung oder Verlust eines Familienmitglieds
  • Erziehungsprobleme

Diese oder andere ungewöhnlich belastende Erlebnisse können dazu führen, das sich Verhaltensauffälligkeit entwickeln können.

Wie kann ich meinem Kind helfen?

Am besten können Sie Ihrem Kind dabei helfen, wenn Sie nicht warten, bis Sie am Ende Ihrer Geduld und Ihrer Kräfte sind. Je früher Sie geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen, desto leichter sind Verhaltensauffälligkeiten zu unterstützen. Für den Fall das Sie Unterstützung benötigen, nehmen Sie gerne mit mir Kontakt auf, gemeinsam finden wir eine Möglichkeit ihrem Kind zu helfen.